CARSON Sunset 2.0 (Testboot)

CARSON Sunset Yacht, CARSON Sunset 2.0

 
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CARSON Sunset 2.0 (Testboot)

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Gepostet: 13.06.2021 - 12:17 Uhr  ·  #1
Während auf meiner Rigger-Baustelle Kurzarbeit herrscht, habe ich mir einen kleinen Testrumpf abgegriffen.
Damit werde ich einige Versuche anstellen, welche mir schon lange vorschweben.

1. Auslaminierung mit Aceton-Methode
2. Verschiedene Beschichtungen des Unterwasserschiffes
3. Einbau eines Gyroskopes gegen Rollbewegungen. Interessant für Schönschiffchen zur Verbesserung des Fahrbildes ...
4. "kommt noch"

Beim Rumpf handelt es sich um einen Ersatzteilrumpf der Carson Sunset Yacht (ABS, 1:20, ca. 650 mm).
Genau richtig für Versuche. Die Lauffläche weist keine Stringers auf, welche das Bearbeiten erschweren.
Es gibt nur gerade Flächen und in der Mitte ein Laufschuh oder Gleit-Ski.





Das Originalboot sieht übrigens so aus:




Nachdem alle Innereien, wie Montagestützen, Stabilitätswinkel usw. entfernt waren, habe ich grob ausgeschliffen und eine Innenlaminierung gemacht.
Das ABS wurde erst mit einer Schicht Glasfaser belegt, welche mit Aceton angepinselt wird. Dadurch ergibt sich mit dem ABS eine sehr gute Verbindung. Als zweiter Schritt, wurde dann normal mit Epoxy laminiert.





Falls man darin die Carson Yacht nicht mehr erkennt, liegt das an der Beschneidung der Seitenplanken und der Aufhebung der Badeplattform.
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Re: CARSON Sunset 2.0 (Testboot)

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Gepostet: 14.06.2021 - 13:56 Uhr  ·  #2
Über die technischen Einbauten muss ich wohl nicht viele Worte machen. Geklebt wird durchwegs mit Urethankleber,
z.B. Sikaflex 252i oder vergleichbare Baukleber. Die halten auf ABS, Epoxy und Holz.












Beim Regler habe zu einem Billig-Teil gegriffen. Er soll angeblich 40/80A leisten. Ich bin da aber eher skeptisch.
Nicht umsonst wird er als Ersatzteil für ein RTR-Boot angeboten. Wenn man ihn zerlegt, wird klar, dass er, wegen schlechter Kühlung nicht allzulange durchhält.

Die Elektronik ist zwar sauber aufgebaut, die integrierte Wasserkühlung vermag aber weniger überzeugen.
Im Kunststoffgehäuse waren Wasserkanäle eingearbeitet. Die Abwärme der FET's sollte nun über eine wärmeübertragende Folie
und ein dünnes Alublech auf das Gehäuse mit den Wasserkanälen geleitet werden. Das ist nix gut! Kommt dazu, dass längst nicht alle FET's ausreichenden Kontakt zur Kühlfläche hatten.

Mit einem Alukühler habe ich nun Abhilfe geschaffen und das Teil neu aufgebaut. Die Alukühlplatte liegt jetzt direkt auf den plan geschliffenen FET's (inkl. Wärmeleitpaste).
Den gleichen Regler habe ich übrigens schon in meinem Long-Tail-Boat verbaut. Und das mit guten Resultaten ...





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Re: CARSON Sunset 2.0 (Testboot)

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Gepostet: 15.06.2021 - 14:58 Uhr  ·  #3
Zum Schluss wird noch gedeckelt und ein Ständer in bewährter Manier gebaut.











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Re: CARSON Sunset 2.0 (Testboot)

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Gepostet: 16.06.2021 - 10:56 Uhr  ·  #4
Vor meinen Versuchen mit den Laufflächenbehandlungen habe ich erst einmal Jungfern- und Testfahrten mit 3S und 4S gemacht.

Die Kiste lässt sich gutmütig bewegen und läuft recht stabil. Wasserkühlung, Geradeauslauf usw., alles paletti.
Unerwünschtes Verhalten wie Chinewalking, oder Propwalking, sind mir bis jetzt nicht aufgefallen.



Für meine Versuche habe ich eine Geschwindigkeit von ca. 40 km/h angepeilt (3S)
Das reicht für Test's und ist dennoch einiges höher als beim der Original, der Carson Sunset Yacht ab Stange (10 km/h).

Jungfernfahrt mit 3S LiPo: https://youtu.be/gCxVw7VXIiY
Jungfernfahrt mit 4S LiPo: https://youtu.be/6rnzWGrYBaU
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Re: CARSON Sunset 2.0 (Testboot)

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Gepostet: 16.06.2021 - 15:13 Uhr  ·  #5
Absolut cool und keck wie das Maschinchen läuft ... dä Unterwasserrumpf liegt schön ruhig ... gratuliere !!!
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Re: CARSON Sunset 2.0 (Testboot)

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Gepostet: 17.06.2021 - 14:21 Uhr  ·  #6
Da das Boot zufriedenstellend läuft, komme ich jetzt zur Versuchsreihe mit den verschiedenen Behandlungen des Unterwasserschiffs.

1. Unbehandelter, originaler Schiffsboden. Also ABS lackiert, seidenmatt. Der Durchbruch für das Stevenrohr ist schräg. Das ist lobenswert. Offenbar weiss Carson wie man dem Propwalk wirksam begegnet.




2. Boden sauber gespachtelt und Abrisskante geschärft. Als Beschichtung wurde ein Kunststoffprimer und eine hellgraue Grundierung aufgebracht (matt).




3. Mit Farbe lackiert und eine Deckschicht Klarlack




4. Mit 600-er Papier matt geschliffen (nass).




5. Mittlerer Laufschuh belegt mit Schuppenkleid (PVC-Folie, matt). Entstanden sind damit etwas mehr als 500 Abrisskanten an den einzelnen Schuppen.




6. Mittlerer Laufschuh belegt mit 800-er Nassschleifpapier (Idee eines geschätzten Raceboaters).





Zusammenfassung:

1. Rumpf original belassen.
2. Rumpf gespachtelt und grundiert
3. Rumpf gelb lackiert und 1 Schicht Klarlack
4. Rumpf lackiert mit 600-er Nassschliff
5. Rumpf lackiert mit 600-er Nassschliff, Laufschuh mit Schuppen
6. Rumpf lackiert mit 600-er Nassschliff, Laufschuh mit 800-er Nasspapier

Die Testfahrten wurden alle mit dem gleichen Akku (3S, ca. 40 km/h) und bei vergleichbaren Wasserbedingungen gemacht.


So Mädels, jetzt liegt es an Euch zu raten welche Methode die beste ist.

Ich erwarte mindestens 3 Vorschläge. Ansonsten muss ich annehmen, dass sich dafür niemand interessiert und ich werde den Bericht beenden.
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Re: CARSON Sunset 2.0 (Testboot)

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Gepostet: 17.06.2021 - 21:38 Uhr  ·  #7
vermute das geschuppte wahr das beste...
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Re: CARSON Sunset 2.0 (Testboot)

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Gepostet: 18.06.2021 - 09:11 Uhr  ·  #8
... dann tippe ich auf die Nr. 6 mit dem Nassschliff-Papier, wobei ich wohl etwas gröberes genommen hätte ... ich glaube die F3C-Welt (RC Heli Kunstflug) macht heute noch Kratzspuren in die Rotorblätter zwecks abgerissener Anströmung durch Luft und dadurch mehr "lift" ...

Gruss, Veloce
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Re: CARSON Sunset 2.0 (Testboot)

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Gepostet: 18.06.2021 - 13:00 Uhr  ·  #9
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Re: CARSON Sunset 2.0 (Testboot)

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Gepostet: 18.06.2021 - 13:12 Uhr  ·  #10
Ich tippe auf Variante 4, denke aber, dass der Unterschied zu Variante 3 nicht riesig ist.

Weitere Variante: Hochglanzlack, gewaxt und poliert. Probiert?
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