Double rudder linkage

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Double rudder linkage

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Gepostet: 21.01.2023 - 19:07 Uhr  ·  #1
Ich habe dieser Tage eine Doppelruder-Anlenkung für meinen kleinen Sonntags-Cat gebaut.

Klein, schnell, präzis und kräftig waren die Anforderungen.
Da ich auf die semiscale Hydraulikattrappen verzichtete, wurde ein gerades Gestänge und keine Drahtseile eingesetzt.

Damit bei jeder Ruderstellung ein sauberes Kräfte-Parallelogramm entsteht (keine Servoüberlastung und kein "Knarzen"), ist den Anlenkpunkten eine gewisse Beachtung zu schenken. Diese Punkte müssen am Servohorn und am Ruder den gleichen Abstand von der jeweiligen Drehachse haben. Auch der Versatz zu den Drehachsen muss gleich sein.



Ein Testaufbau, um die nötigen Bohrschablonen zu erstellen und den richtigen Einschlagwinkel zu erreichen.





Verwendung findet ein platzsparendes "Low-Profile"-Servo mit reichlich Kraft.
Der Servo-Halter ist eine Eigenfabrikation, um das Servo möglichst tief zu halten.


Das selbst geschnitzte Servohorn garantiert den richtigen Abstand resp. Versatz zur Drehachse.



Ein Film über die Funktionsweise guckst Du unter: https://youtu.be/1cSfjNAsn6c
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Re: Double rudder linkage

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Gepostet: 22.01.2023 - 12:42 Uhr  ·  #2
Ja, so ist das perfekt gelöst und die Kraft ist weit überdimensioniert für alle Situationen. Eine Frage zu den 2mm Antriebswellen ... schwingen die nicht auf mit dieser Länge ??

Gruss, Veloce
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Re: Double rudder linkage

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Gepostet: 22.01.2023 - 16:34 Uhr  ·  #3
... lagomio ... was Du wieder alles gesehen hast!

Aber das ist gut so. Wenigstens einer, der die Bilder aufmerksam anschaut.

Da sind wir dann einmal speziell unterwegs, mit 2 mm Federstahlwellen im Cat. Nicht ganz alltäglich ...
Die 200 mm langen Wellen werden nur gehalten von den Motorkupplungen und den Wellenendstücken in den Strutlagern.
Die Wellen selbst, stehen unter Vorspannung, damit sie eben nicht aufschwingen. Sie sind sozusagen frei fliegend und haben keinen Reibungswiderstand im Steven- resp. Schutzrohr, das auf dem Foto noch nicht sichtbar ist.

Nach meinen positiven Erfahrungen im Rigger bin ich richtig Fan von diesen Antrieben.
Mit den eingesetzten Motoren erwarte ich dann etwa 40k Upm. Meine ersten Trockentests von 0 bis Obsession verliefen jedenfalls zufriedenstellend. Nur, wenn eine solche Welle über den Jordan geht, möchte ich nicht daneben stehen ...
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Re: Double rudder linkage

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Gepostet: 22.01.2023 - 16:57 Uhr  ·  #4
Das habe ich mir gedacht und ich weiss auch, dass Du alles testest ... unsere dickeren Flexwellen wollen ja auch nicht gerade verbaut werden und brauchen immer eine Rundung, eben genau deswegen.

Sehen kann man bei Dir sehr viel spannendes ... wie auch Details mit der Alu-Rundstab/-rohrbrücke für das Ruderservo, sehr elegant gelöst. Einzig die innere Halterung (GFK) für die Röhrchen hätte ich höher gemacht und auch oben am Deck verklebt, so dass dies einem Spant gleichkommt. Zumindest bei meinem grossen Exocet habe ich das so gelöst.

Bei Dir wird das aber auch problemlos halten!

Beste Grüsse, Veloce
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Re: Double rudder linkage

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Gepostet: 22.01.2023 - 19:17 Uhr  ·  #5
Du hast durchaus recht. An diesen Punkt habe ich gar nicht gedacht.

Zu meiner Verteidigung möchte ich aber anbringen, dass auf diese Röhrchen keinerlei Kräfte einwirken. Sie dienen lediglich dazu, das Gestänge gegen Wasser abzudichten und die Gummibalge aufzunehmen. Das GFK-Teil dient nur der Abstützung.
Zur Stabilität: Der Bürzel des Bootes ist mit Harz ausgegossen. D.h. dort wo die Röhrchen mit 2K eingeklebt sind, ist der Rumpf 10 mm dick. Die bringt man nicht mal mehr mit einer Zange heraus.

Eine Stabilisierung des hinteren Decks steht in diesem Fall nicht zur Diskussion, weil der Rumpf innen vollständig, mehrschichtig nachlaminiert wurde. Man könnte ihn schon fast als "Bullet-proof" bezeichnen.

Ja und, wieso nimmt man das auf sich?
Im ersten Leben hat das Boot eine spektakuläre Flugeinlage gemacht. Resultat: eine Motorhalterung ausgerissen und die hintere Stufe beschädigt. Eigentlich wollte ich das Ding wegwerfen. Aber da die Proportionen genau gleich wie bei einem HPR-Rumpf sind, habe ich eine Reparatur ins Auge gefasst.

Folglich wurden die hinteren Stufen völlig neu aufgebaut und innen däftig nachlaminiert. Auch die Nähte sind bis zur Spitze verstärkt worden. Etwas, das wohl noch niemand vor mir gemacht hat, denn es braucht etwas Mut, ganze Bodenteile herauszuschneiden.






Mit Recht trägt die Hülle heute meinen Laminierungs-Tag.

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